VELA-Regio

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Versorgungsangebote für langzeitbeatmete Patienten unter regionalen Gesichtspunkten - eine Expertise (VELA-Regio)

Laufzeit

Juli 2015 - Juni 2016

Förderung

AOK Bundesverband (Drittmittelprojekt)

Leitung/Bearbeitung

Prof. Dr. Michael Ewers MPH
Susanne Stark MPH
Dr. Yvonne Lehmann Dipl.-PGw

Beschreibung

Seit den 1990er-Jahren hat sich hierzulande mit hoher Dynamik ein spezialisiertes Versorgungsangebot für Menschen mit dauerhafter ventilatorischer Insuffizienz herausgebildet. Hierzu gehören Angebote in verschiedenen stationären Einrichtungen (Akut- und Intensivversorgung, Weaning- und Beatmungszentren, Rehabilitation, stationäre Langzeitversorgung), in der eigenen Häuslichkeit oder auch in vermehrt entstehenden Wohngemeinschaften. Dieses spezialisierte und differenzierte Versorgungsangebot zu überblicken, fällt ausgesprochen schwer. Beklagt werden bundesweit uneinheitliche Versorgungsstrukturen, undurchsichtige Wege der Patienten durch das Versorgungssystem, wenig transparente – und in Teilen fragwürdige – Handlungspraktiken in einzelnen Versorgungsbereichen sowie ungenügende Qualitätsstandards und Kontrollmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund wird in der Studie VELA-Regio der Frage nachgegangen, welche Versorgungsangebote für invasiv langzeitbeatmete Patienten in ausgewählten Regionen tatsächlich vorgehalten werden.

Weiterhin wird untersucht, auf welchen Wegen die Patienten vom Krankenhaus – ggf. über Step-Down-Units – in die Weiterversorgung gelangen. Verbesserungsbedarfe und -möglichkeiten in der Versorgungsgestaltung und -steuerung bilden einen weiteren Forschungsschwerpunkt. Die Untersuchungsergebnisse dienen auf der Basis (inter-)nationaler Erkenntnisse der Ableitung von Empfehlungen für die künftige Gestaltung und Steuerung dieses Versorgungsbereichs.

Zur Beantwortung dieser Fragestellung werden drei Arbeitspakete umgesetzt, die in Form eines Mixed-Method-Designs aufeinander abgestimmt sind:

  • Literaturgestützte Erstellung eines Referenzrahmens durch Aufbereitung des (inter-)nationalen Diskussions- und Forschungsstands zur sektoren-, organisations- und professionsübergreifenden Versorgung invasiv langzeitbeatmeter Patienten;
  • Dichte Beschreibung der aktuellen Versorgungslandschaft für invasiv langzeitbeatmete Patienten in den vier Regionen Berlin, Schwerin, Tübingen und Hof in Form sog. Health Care Maps (Versorgungslandkarten);
  • Qualitativ-empirische Analyse von Versorgungspfaden invasiv langzeitbeatmeter Patienten basierend auf einer vertiefenden Befragung relevanter Akteure in den ausgewählten Regionen und der von ihnen identifizierten hemmenden und fördernden Bedingungen für eine integrierte und kontinuierliche Versorgung dieser Patientengruppe.


Die Ergebnisse der beiden empirischen Arbeitspakete werden abschließend mit dem zuvor erarbeiteten Referenzrahmen im Sinne eines IST-SOLL-Vergleichs zusammengeführt und kontrastiert. Basierend darauf werden abschließend Empfehlungen für die künftige Gestaltung und Steuerung der Versorgung invasiv langzeitbeatmeter Patienten in Deutschland formuliert.

Publikationen

Lehmann Y, Stark S, Ewers M (2016a): Versorgung invasiv langzeitbeatmeter Patienten unter regionalen Gesichtspunkten - VELA Regio. Teil 1: Kommentierte Bibliografie. Working Paper No. 16-01 der Unit Gesundheitswissenschaften und ihre Didaktik. Berlin: Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Stark S, Lehmann Y, Ewers M (2016): Versorgung invasiv langzeitbeatmeter Patienten unter regionalen Gesichtspunkten - VELA-Regio. Teil 2: Bedarf und Strukturen. Working Paper No. 16-02 der Unit Gesundheitswissenschaften und ihre Didaktik. Berlin: Charité - Universitätsmedizin Berlin

Lehmann Y, Stark S, Ewers M (2016b): Versorgung invasiv langzeitbeatmeter Patienten unter regionalen Gesichtspunkten - VELA-Regio. Teil 3: Strukturen und Prozesse aus Akteurssicht. Working Paper No. 16-03 der Unit Gesundheitswissenschaften und ihre Didaktik. Berlin: Charité - Universitätsmedizin Berlin.