Interprofessional Education

Wesentliches Arbeitsziel der AG ist die forschungsgestützte Auseinandersetzung mit dem Themengebiet Interprofessional Education.

Zukünftige Aktivitäten beziehen sich dabei sowohl auf die Initiierung, Durchführung und wissenschaftliche Begleitung einschlägiger Praxisentwicklungsprojekte als auch auf eine systematische Erforschung fördernder und hemmender Faktoren in interprofessionellen Aneignungs- und Vermittlungsprozessen.

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Interprofessional Education: Projektbeschreibung

Hintergrund
Von Experten wird eine bessere Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe für die Sicherstellung einer effizienten und effektiven Versorgung von Patienten gefordert (WR 2012, SVR 2007). Dazu ist es notwendig, Angehörige der Gesundheitsprofessionen z.B. aus der Medizin, Physiotherapie, Pflege oder Ergotherapie nicht erst in der Fort- und Weiterbildung, sondern bereits in ihrer Ausbildung miteinander in Kontakt zu bringen und ihnen gemeinsame Lernräume für interprofessionelle Zusammenarbeit zu eröffnen. Interprofessionelle Ausbildung bedeutet, dass zwei oder mehr Berufe, miteinander, voneinander und über einander lernen, um die Zusammenarbeit und die Qualität in der Versorgung von Patienten zu verbessern (CAIPE 2002). In Deutschland ist dem bislang noch zu wenig Beachtung geschenkt worden, v.a. auch im Vergleich mit Ländern im skandinavischen und englischsprachigen Raum. In den letzten Jahren wurde dieses Defizit in Deutschland erkannt. Seitdem gibt es einige Förderinitiativen, um interprofessionelles Lernen in Aus- und Fortbildung der Gesundheitsprofessionen zu implementieren.


Ziele
Wesentliches Arbeitsziel der AG ist die forschungsgestützte Auseinandersetzung mit dem Themengebiet Interprofessional Education. Zukünftige Aktivitäten beziehen sich dabei sowohl auf die Initiierung, Durchführung und wissenschaftliche Begleitung einschlägiger Praxisentwicklungsprojekte als auch auf eine systematische Erforschung fördernder und hemmender Faktoren in interprofessionellen Aneignungs- und Vermittlungsprozessen. Die Ergebnisse aus den Projekten der Arbeitsgruppe sollen neben Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und auf Kongressen auch in die Lehre der am Institut angesiedelten Studiengänge Eingang finden.

Aktivitäten
Einzelne Mitglieder der AG sind an Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt, die von der Robert Bosch Stiftung gefördert und mit unterschiedlichen Partnern durchgeführt werden, darunter:
- InterTUT II
- Nationales Mustercurriculum interprofessionelle Zusammenarbeit und Kommunikation

In diesem Projekt (8/2016- 7/2018) sollen gemeinsam mit der Universität Heidelberg und der Universität Bremen Best practice Beispiele für interprofessionelle Ausbildung identifiziert und systematisiert, Empfehlungen zur Qualifizierung von Lehrenden für interprofessionelle Lehre abgeleitet sowie Prüfungsformate für interprofessionelle Zusammenarbeit und Kommunikation entwickelt werden. Aus den vorangegangenen Erkenntnissen soll ein Mustercurriculum interprofessionelle Zusammenarbeit und Kommunikation im Umfang von ca. 50 Unterrichtseinheiten für Medizin und Pflege entwickelt werden. 
Darüber hinaus wird mit weiteren, an der Charité angesiedelten Projekten zum Thema Interprofessionelles Lernen zusammengearbeitet:
- INTERMEPP
- IPIKA

Projektlaufzeit

2016 konstituierte Arbeitsgruppe

Projektförderung

Eigenmitteprojekt IGPW

Publikationen

Reichel K, Dietsche S, Hölzer H, Ewers M. Interprofessional peer-assisted learning as a low-threshold course for joint learning: Evaluation results of the interTUT Project. GMS J Med Educ 2016; 33(2):Doc30 doi: 10.3205/zma001029