Bildungsbericht: Gesundheitsberufe

Anknüpfend an Initiativen zur Entwicklung einer nationalen Bildungsberichtserstattung sind die Ziele dieses Projektes, die Voraussetzungen für eine indikatorengestützte Bildungsberichtserstattung für die Gesundheitsberufe auszuloten und die notwendigen Vorbereitungen für deren Entwicklung und Aufbau voranzutreiben.
 

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Bildungsbericht: Projektbeschreibung

Eine fundierte Bearbeitung der mit der künftigen Rekrutierung und Qualifizierung der Gesundheitsberufe verbundenen Steuerungsfragen ist auf verlässliche Informationen über den Status quo und die Entwicklung dieses Bildungsbereiches angewiesen.  Nur auf der Basis systematisch gewonnener Daten über die Situation und Ausgangslage sowie die Bildungsprozesse und deren Wirkungen  können Entwicklungstendenzen ermittelt, Stärken und Schwächen markiert sowie notwendige Reformierungs- und Modernisierungsbedarfe ausgelotet und bearbeitet werden.  An solchen Daten über die Struktur-, Prozess und Ergebnisqualität des gesundheitsberuflichen Bildungssegmentes mangelt es hierzulande jedoch. Ursächlich hierfür ist u.a. der Sonderstatus der Gesundheitsberufe im deutschen Bildungssystem, die zersplitterten Zuständigkeiten zwischen Bildungs-, Gesundheits- und Sozialpolitik sowie Bund und Ländern, die systematische Trennung zwischen allgemeiner, beruflicher und akademischer Bildung wie auch die Heterogenität der ins Auge gefassten Berufe. Vorhandene Datenquellen beziehen sich allenfalls auf Teilbereiche, sind häufig fragmentarisch oder interessengeleitet und gestatten keine gültigen Aussagen über die Gesamtsituation.

Anknüpfend an Initiativen zur Entwicklung einer nationalen Bildungsberichtserstattung sind die Ziele dieses Projektes, die Voraussetzungen für eine indikatorengestützte Bildungsberichtserstattung für die Gesundheitsberufe auszuloten und die notwendigen Vorbereitungen für deren Entwicklung und Aufbau voranzutreiben.
 
In einem ersten Schritt wurden ausgehend von den konzeptuellen Grundlagen der nationalen Bildungsberichterstattung Instrumente entwickelt, die eine systematische Erhebung deskriptiver Strukturdaten über die  gesundheitsberufliche Ausbildung ermöglichen. Darüber hinaus wurden in ausgewählten Bundesländern Strukturerhebungen zur Pflege- und Physiotherapieausbildung durchgeführt, mit dem Ziel steuerungsrelevante Inputdaten über die Schul- und Ausbildungs-strukturen sowie über Lehrende und Lernende zu generieren.

Das Fernziel dieses Projektes besteht darin, einen evaluativen Überblick zum Stand der Entwicklung des Teils des Bildungssystems zu gewinnen, der auf die Rekrutierung und Qualifizierung der Gesundheitsberufe ausgerichtet ist.


Projektteam

Projektleitung
Prof. Dr. Michael Ewers MPH

Projektbearbeitung
Heike Wild Dipl. Med. Päd.

Projektlaufzeit

2010 begonnenes Langzeitprojekt

Projektförderung

Eigenmittelprojekt der Charité

Kongressbeiträge

Wild H, Thierfelder I: Bildungsberichterstattung in der Physiotherapie - Entwicklung und Erprobung eines Instrumentes zur Strukturerhebung an staatlich anerkannten Schulen für Physiotherapie in Berlin, Lernwelten 2014 - 14. Internationaler wissenschaftlicher Kongress für Pflege - und Gesundheitspädagogik, 11.09. -13.09.2014 Berlin (Vortrag)

Wild H, Thierfelder I, Slotala L (2013): Bildungsberichterstattung in der Physiotherapie - Entwicklung und Erprobung eines Instrumentes zur Strukturerhebung an staatlich anerkannten Schulen für Physiotherapie in Berlin, Symposium Lehren und Lernen in den Gesundheitsprofessionen – Berliner Impulse 1963 -2013, 11.10.2013 Berlin (Poster)

Projektergebnisse

Slotala L, Ewers M (2012): Bildungsberichterstattung in der Pflege. Pflege & Gesellschaft 17(1), 63-78

Wild H (2013): Bildungsberichterstattung in der Physiotherapie – Entwicklung und Erprobung eines Instrumentes zur Strukturerhebung an staatlich anerkannten Schulen für Physiotherapie in Berlin. Diplomarbeit: Charité-Universitätsmedizin Berlin

Kraft C, Lehmann Y (2015): Gesundheits- und Kinder-/Krankenpflegeschulen in Rheinland-Pfalz im Blickpunkt – Ergebnisse einer Strukturbefragung als Beitrag zur Pflegebildungsberichterstattung. Padua 10(2), 118-124.